20.05.2022

es gibt wege, die ist man schon so oft gefahren, dass man sie nicht mehr sieht, dass sie eingewoben sind in den eigenen körper, wege durch ein glück und durch eine trauer, und man wird nie wieder ohne das glück sein und ohne die trauer, es gibt eine stelle am kanal, wo der fahrradweg im nichts endet, man fährt durch erde, und die erde ist ein weg.
es ist mild und freundlich, auch ich, aber ich sitze trotzdem mit einer inneren härte, die nicht anders kann, sie lässt sich nicht helfen, das geht nicht.
meine stadt wird freundlicher, zuckersüße beeren und luft, die man verschlingen will, aus dem hof riecht es nach rauch und waffeln, den geschmack von wassermelone hatte ich vergessen, auch das gefühl einen nackten körper zwischen kühle laken zu schieben.
ich suche auf meiner festplatte einen satz und finde andere:

herzschläge schneller als kniekehlen
du brauchst kaum luft um nicht zu atmen
unterwasser hörst du mich
kein anschluss wegen dieser nummer
vermurmelst du vor dich hin, leise:
deine göttin ruft, es ist schluss, gib mir jetzt ein käsebrot

ich werde oppressiv antidepressiv
die wassermelone schmeckt mehlig du fängst an zu weinen
im takt des aleph bet

Ein Kommentar zu “20.05.2022

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